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Und es wurde wärmer und wärmer. Unsere Reise führte uns an diesem 7. Tag von St. George in Utah über Las Vegas in Nevada, dem Death Valley und Ridgecrest in Kalifornien. Eine eher langweilige Fahrt, da man in Nevada einen Punkt mit einem anderen mit einer geraden Linie verbindet und dann daran entlang eine Straße baut.

Und irgendwann kommt Las Vegas, ein Geschwür von Stadt. Hässlich, stillos, den Namen “Stadt” nicht würdig. Und auch nicht würdig, überhaupt aus dem Auto zu steigen…bestenfalls, um Videos aus dem Auto heraus zu machen, und das nur in Downtown, wo die ganzen Themenhotels und -casinos zu fnden sind. Darum herum ist nichts Erwähnenswertes.

Vorbei an Las Vegas fuhren wir in den Death Valley Nationalpark. Beschreibung: Heiß und trocken und selbst im Oktober über 30 Grad Celsius im Schatten.

death_valley_pano

Immer weniger Pflanzen:

karg

Bis man zum tiefsten Punkt der USA kommt, der auf 86 m unter dem Meeresspiegel liegt, bzw. dieses Schild hängt 86 m über dem Grund des Tales:

sea_level

Trotz der Wärme, findet man auch an diesem tiefsten Punkt Wasser -- allerdings so salzig, dass es weder für Mensch, Tier und Pflanzen zum Überleben dienen kann:

salz

Kein Pflänzlein lebt hier noch:

nichts

Etwas weiter dann wieder etwas Grün, mit Dünen im Hintergrund.

duenen

Im Vergelich zu den Vortagen ein etwas weniger eindrucksvoller Tag, aber zumindest mit viel Wüstenfeeling;-). Der Kontrast am nächsten Tag würde enorm sein. Wälder mit Mammutbäumen im Sequoia National Park…

Angels Landing…so nennt sich ein Plateau im Zion National Park, den wir von St. George aus,  einer Mormonenstadt in Utah, anfuhren. Ein religiöser Hinweis, der zum einen auf die Mormonenreligion hinweist, aber auch durchaus der Schönheit dieses Plateaus und dessen Ausblick auf ein paradiesisch wirkendes Tal gerecht wird:

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Angels Landing selber ist über einen steilen Anstieg zu erreichen, der durchaus Schwindelfreiheit voraussetzt.

Blick zum Plateau hoch:

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In Erwartung des beschwerlichen Aufstiegs:

aufstieg

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Anfangs zwar steile, aber touristisch ausgebaute Wege in Serpentinen:

serpens

Später schmale Grate:

grat

Und das Ergebnis nach dem Aufstieg:

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al_aussicht

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Zur besseren Übersich noch ein Video, das ich auf dem Plateau aufgenommen habe. Die kleinen Tierchen sind Chipmunks.

Nach dem Abstieg gings noch zu einer Wasserquelle, bei der tausende Jahre altes Wasser aus einem Felsspalt heruntertropft.

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Unter diesen Felspalt konnte man sich trockenen Fußes in eine flachen Einhölung stellen und fotografieren:

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Eigentlich hatte ich von Zion nicht so viel erwartet, aber auch hier wurde ich eines Besseren belehrt.

Es war mir schon die ersten Tage klar, dass dies mein bester Urlaub ever werden würde, aber was mir dann tatsächlich jeden Tag geboten wurde übertraf bei weitem meine Erwartungen.

Aber wie heißt es so schön: Nach dem Nationalpark ist vor dem Nationalpark. Am nächsten Tag gings Richtung Kalifornien ins Death Valley.

Ein undankbare Aufgabe für einen Nationalpark sich gegen den Grand Canyon durchzusetzen. Noch unter dem Eindruck des großen Canyons stehend, wirkte der Bryce Canyon National Park eher langweilig. Beim Durchsehen der Bilder muss ich aber im Nachinein sagen: Zu unrecht!

Von unserem Motel in Kanab ging es also zu dem National Park, der sich durch interessante Erosionsformen des rötlichen Sandsteins auszeichnet. Ganz anders als der Arches National Park, weil in Bryce die Formen viel zarter und zerbrechlicher wirken.

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Die Anordung der vielen vereinzelten, wie Stalakmiten aussehenden Gesteinssäulen, nennt man im Bryce Park Amphitheater:

amphitheater

Mit HDR lässt sich der Kontrast noch verstärken:

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Durch die interessante räumliche Anordung der Gesteine lassen sich vorzügliche 3D-Fotos erstellen, die mit rot-cyan-Brillen zu betrachten sind:

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Bereits zu diesem Zeitpunkt stellte sich bei uns eine Art Erschöpfung ein, weil die vergangene Erlebnisse zu viel Input gegeben haben, um sie noch 100%-ig aufnehmen zu können. Darum haben wir uns im Bryce Canyon relativ wenig Zeit gelassen und unseren Weg nach St. George, Ausgangspunkt zum Zion National Park, fortgesetzt.

Am vierten Tag unserer Tour stand der Grand Canyon auf der Tagesordung. Nach einem ausgiebigen und gesunden Frühstück…

breakfast

…gings los in Richtung einer der beeindruckensten Naturlandschaften, die ich je gesehen habe. Die Erwartungen waren zwar groß, aber der Eindruck, der uns ereilte, als wir den ersten Blick in den Canyon werfen durften, dürfte mit “Verblüffung”, “Ungläubigkeit” und “Überwältigtsein” wohl am besten beschrieben sein.

Der Grand Canyon ist im Mittel 16 km breit und an der tiefsten Stelle 1,5 km tief. Er enstand über Millionen von Jahre durch das Einwirken des Colorado Rivers auf das Gestein . Der Größeneindruck des Canyons ist leider extrem schwer auf Bilder zu bringen -- hier meine Versuche:

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Und natürlich gab es auch hier eine 3D-Studie;-)(rot-cyan-Brille aufsetzen):

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Diverse Tierchen durften wir auch beobachten:

Spinnen..

spider

…unzählige Krähen…

crows

…Kondore (leider kein Foto) und riesige Rehe (oder so ähnlich), Zuerst dachten wir, wir hätten es hier mit Elchkühe zu tun, aber nach ein wenig Internetrecherche kann man das glaub ich ausschließen.

Gerade bei Landschaftsfotografie ist es wichtig, einen tiefen Sonnenstand abzuwarten, um die Tiefenwirkung der Fotos zu verstärken. Daher gabs nochmal eine Fotosession am späten Nachmittag.

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Und hier ein Panorama aus einzelnen HDR-Fotos:

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Fazit: Grand Canyon ist ein absoluter Pflichtbesuch…man wird begeistert sein.

Im Dunkeln fuhren wir dann von Arizona weiter nach Kanab in Utah. Am Folgetag sollte es in den Bryce Canyon gehen….

on_the_road

On the road…auf den Spuren des Wilden Westens. Wer kennt nicht den Western-Film “Spiel mir das Lied vom Tod”, der im Monument Valley spielt. Selbst John Wayne durfte hier schon seine Westernstiefel schnüren.

Das Monument Valley liegt an der Grenze zwsichen Utah und Arizona und liegt in der Reservation der Navajo-Indianer. Wir sind auf unserem Weg von Moab nach Flaxstaff durch dieses Tal hindurchgefahren und konnten einzelnen Impressionen auf Fotos bannen.

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Und viel Regen gibt’s hier auch net. Eine kleine Bodenstudie:

trockenheit

John Wayne-Land:

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Auf unserer Autofahrt ging es auch durch mehrer Indianer-Städte, die teilweise eher vermüllt und von Armut geprägt waren. Manchmal war man sich nicht sicher, ob man hier wirklich in einem Industrieland zu Besuch war. Traurig – da muss was geschehen! Aber ob man das Vertrauen der Indianer zurückgewinnen kann, nachdem sie lange Zeit ausgebeutet wurden, ist fraglich.

Im Auto dann noch ein Schnappschuss von rinderhütende Cowboys – Klischeeeeeee:

cowboys

Weiter gings bis zum Tagesendziel Flaxstaff – unser letzter Stützpunkt vor dem Grand Canyon.

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