Bei meinem Flug von San Francisco nach Frankfurt hatte ich einen 7-stündigen Zwischenstopp in Dublin, den ich für einen kurzen Ausflug in die Innenstadt genutzt habe. Auch wenn nicht viel Zeit blieb, habe ich mir doch ordentlich Appetit für einen weiteren Besuch dieser gemütlichen Stadt geholt. Kleine, schmale Häuser in unterschiedlichsten Farben und Pubs so weit man schauen kann. Die vielen engen Straßen und Gassen laden wahrlich zum Flanieren ein.
Aber bevor’s losgeht immer schön nach rechts und links schauen, bevor man die Straße überquert. Durchaus problematisch als Fußgänger den Verkehr an unübersichtlichen Kreuzungen und Kreisverkehren richtig einzuschätzen, da in Irland Linksverkehr herrscht.
Obststände überall in der Innenstadt und hübsche Bachsteinbauten:
Und Mr. Guiness darf nicht fehlen:
Und immer wieder wunderschöne Kirchen:
Und zum Schluss noch einen kleinen Abstecher ins Pub;-).
Dann ging’s auch schon weiter nach Frankfurt. Irgendwie würde ich jetzt wieder mal gerne einen Urlaub in Irland machen wollen…
Von Fort Bragg aus ging es an der Pazifikküste auf dem Highway 1 entlang Richtung San Francisco. Dichter Nebel verhinderte weitgehend die Sicht auf das Meer. Hier und da gelang ein Foto von der Küste:
Und auch ein 3D-Foto (rot-cyan-Brille notwendig):
Und nach unendlich vielen Kurven, Nebel und Regen, tauchte die Silhouette unseres Endziels auf der anderen Seite der San Francisco Bay auf (rechte Hälfte des Panoramas im Hintergrund).
Und nochmal herangezoomt:
Weiter links ein erster Blick auf Alcatraz (im Hintergrund die Bay Bridge):
Was macht man als erstes, wenn man von Norden kommend nach San Francisco möchte? Man überquert die Golden Gate Bridge! Wie immer inklusive Nebel:
Ab gings in die Stadt zu unserem Hostel. Am selben Abend war Barack Obama in der Stadt, unweit unserer Unterkunft. Republikaner demonstrierten gegen eine mögliche Gesundheitsreform und beschimpften den Präsidenten als Kommunisten. Politische Äußerungen verkneife ich mir in diesem Blogbeitrag…
Schluss mit Politik, rein ins Sightseeing-Vergnügen. Am nächsten Morgen gings erstmal quer durch die Stadt mit dem Cable Car:
Interessantes Innenleben dieses historischen Verkehrsmittels:
Cable Cars sind mit hölzernen Bremsen ausgestattet:
Am Ende jeder Cable Car-Strecke muss das Gefährt manuell gedreht werden:
Und hier ein Video, wie das Cable Car gedreht wird:
Während es am Anfang des Tages noch recht neblig war, löste sich dieser recht schnell auf und unser Weg führte uns zum Coit Tower -- ein Wahrzeichen dieser Stadt:
Vom Hügel, auf dem der Coit Tower steht, hat man interessante Ausblicke auf die Stadt:
Bay Bridge:
Golden Gate Bridge im Hintergrund:
Danach nahmen wir die Stadt näher unter die Lupe. Man muss sagen, dass die Stadt, z.B. im Vergleich mit New York, nicht so viele touristische Anlaufpunkte hat, aber eher in seiner Gesamtheit überzeugt. Viele wunderbare Wohngebäude und steile Straßenanstiege prägen das Stadtbild.
Die Fotos geben die Anstiege der Straßen nicht annähernd wieder:
Und immer wieder Aussichten auf Alcatraz:
Und wie auch in New York viel Neoklassizismus. Hier z.B. Notre Dame 2:
Und immer wieder ansprechende Architektur:
Nach Stunden des Laufens durch diverse Viertel San Franciscos gings an den historischen Hafen der Stadt: Fisherman’s Wharf. Kaum angekommen wird man von hunderten von Seelöwen begrüßt, die einen Pier seit Jahren besetzen:
Vom Hafen aus kann man auch einen wunderbaren Blick auf die Skyline der Stadt werfen:
Diese Stadt fällt für mich unter die Kategorie “Wohlfühlstadt”. Nicht sehr groß, aber mit großstädtischer Atmosphäre und genialer Alltagsarchitektur. Nicht bombastisch wie New York, aber dafür sehr gemütlich.
Ein geeigneter Abschluss meiner 3-wöchigen Reise in den USA. Ich habe wunderbare Städte und grandiose Natur gesehen. Das war ohne Abstriche der beste Urlaub meines Lebens!
Tag 9: Regen und Sturm zwischen Fresno und Sacramento. Als großer Fan von “Unsere kleine Farm” habe ich mich besonders auf diesen Tag gefreut, da wir die historische Westernstadt Columbia besuchen wollten, in der auch Teile der oben genannten Serie gefilmt wurden. Aber Starkregen verhinderte viele gute Fotos.
Als erstes ging es nach Sonora, ebenfalls mit vielen historischen Gebäuden.
Bei so viel Nässe zog man es doch lieber vor, ins trockene Auto zu steigen und weiter nach Culumbia zu fahren, um auch hier nur vereinzelt Bilder zu machen.
Viel schöner als draußen dann doch lieber in den Saloon und, wie es harte Männer so tun, heiße Schokolade trinken .
Der Sturm hat in Kalifornien doch erheblichen Schaden angerichtet. Es war also unter diesen Umständen kaum möglich, mehr Zeit in Sonora oder Columbia zu verbringen. Sehr schade!
Die Nacht haben wir in Sacramento, der Landeshauptstadt von Kalifornien, verbracht, um am nächsten Tag Richtung Pazifiküste nach Fort Bragg zu fahren. Ein kurzer Abstecher in die Innenstadt von Sacramento durfte dabei am Vormittag nicht fehlen. Man muss sagen, dass die Stadt hier und da mit ansehnlicher moderner Architektur überzeugen kann.
Regierungssitz Kalifornien; das Kapitol:
Palmen am Straßenrand zeugen von mildem Klima:
Und nun ab an die Pazifikküste zum Ausgangspunkt unserer letzten Etappe nach San Francisco…
Tag 8 und endlich wieder dichte Wälder. Nachdem gerade Nevada eher von Kargheit geprägt war, ging es nun in den grünen Sequoia National Park. Sequoias sind Riesenmammutbäume, die mehr als 80 m hoch und mehr als 11 m im Durchmesser sein können.
Selbst die kleineren Sequoias waren sehr beeindruckend:
Größenvergleich Touristin und “schmaler” Mammutbaum:
In unmittelbarer Nähe dann der Sentinel…ein wirklich großer Baum:
Leider war an diesem Tag das Wetter schlechter und Hochnebel lies viele Baumwipfel verschwinden. Aber wir sahen es positiv: Die Wirkung des Nebels und die mächtigen Bäume hinterliesen manchmal eine gruselige Atmosphäre;-).
Man fühlt sich so klein:
Und dann sahen wir ihn, the big one, der in Bezug auf seine Masse größte Baum der Welt -- The General Sherman. Der Baum ist ca. 84 Meter hoch und 31 Meter im Umfang. Oh man!!!
Und die Zapfen dieser Riesenbäum sind auch nicht ohne:
Und hier und da putzige Schwarzbären zwischen den Sequoias:
Ne, im ernst…ich wäre fast ausgeflippt. Bären in freier Wildbahn…ay caramba!
Ein richtig toller Nationalpark! Der Eindruck wäre bei idealem Wetter sicher noch besser gewesen.
Bei unserer Fahrt zu unserem nächsten Motel in Fresno boten sich teilweise tolle Fotomotive durch die tiefstehende Sonne und den sich auflösenden Nebel.
Das Wetter wurde schlechter und ging in der folgenden Nacht in Starkegen und Sturm über. Dieses Wetter sollte den geamten Folgetag prägen. Eigentlich schade, da historische Westernstädte auf dem Plan standen…
Und es wurde wärmer und wärmer. Unsere Reise führte uns an diesem 7. Tag von St. George in Utah über Las Vegas in Nevada, dem Death Valley und Ridgecrest in Kalifornien. Eine eher langweilige Fahrt, da man in Nevada einen Punkt mit einem anderen mit einer geraden Linie verbindet und dann daran entlang eine Straße baut.
Und irgendwann kommt Las Vegas, ein Geschwür von Stadt. Hässlich, stillos, den Namen “Stadt” nicht würdig. Und auch nicht würdig, überhaupt aus dem Auto zu steigen…bestenfalls, um Videos aus dem Auto heraus zu machen, und das nur in Downtown, wo die ganzen Themenhotels und -casinos zu fnden sind. Darum herum ist nichts Erwähnenswertes.
Vorbei an Las Vegas fuhren wir in den Death Valley Nationalpark. Beschreibung: Heiß und trocken und selbst im Oktober über 30 Grad Celsius im Schatten.
Immer weniger Pflanzen:
Bis man zum tiefsten Punkt der USA kommt, der auf 86 m unter dem Meeresspiegel liegt, bzw. dieses Schild hängt 86 m über dem Grund des Tales:
Trotz der Wärme, findet man auch an diesem tiefsten Punkt Wasser -- allerdings so salzig, dass es weder für Mensch, Tier und Pflanzen zum Überleben dienen kann:
Kein Pflänzlein lebt hier noch:
Etwas weiter dann wieder etwas Grün, mit Dünen im Hintergrund.
Im Vergelich zu den Vortagen ein etwas weniger eindrucksvoller Tag, aber zumindest mit viel Wüstenfeeling;-). Der Kontrast am nächsten Tag würde enorm sein. Wälder mit Mammutbäumen im Sequoia National Park…
Angels Landing…so nennt sich ein Plateau im Zion National Park, den wir von St. George aus, einer Mormonenstadt in Utah, anfuhren. Ein religiöser Hinweis, der zum einen auf die Mormonenreligion hinweist, aber auch durchaus der Schönheit dieses Plateaus und dessen Ausblick auf ein paradiesisch wirkendes Tal gerecht wird:
Angels Landing selber ist über einen steilen Anstieg zu erreichen, der durchaus Schwindelfreiheit voraussetzt.
Blick zum Plateau hoch:
In Erwartung des beschwerlichen Aufstiegs:
Anfangs zwar steile, aber touristisch ausgebaute Wege in Serpentinen:
Später schmale Grate:
Und das Ergebnis nach dem Aufstieg:
Zur besseren Übersich noch ein Video, das ich auf dem Plateau aufgenommen habe. Die kleinen Tierchen sind Chipmunks.
Nach dem Abstieg gings noch zu einer Wasserquelle, bei der tausende Jahre altes Wasser aus einem Felsspalt heruntertropft.
Unter diesen Felspalt konnte man sich trockenen Fußes in eine flachen Einhölung stellen und fotografieren:
Eigentlich hatte ich von Zion nicht so viel erwartet, aber auch hier wurde ich eines Besseren belehrt.
Es war mir schon die ersten Tage klar, dass dies mein bester Urlaub ever werden würde, aber was mir dann tatsächlich jeden Tag geboten wurde übertraf bei weitem meine Erwartungen.
Aber wie heißt es so schön: Nach dem Nationalpark ist vor dem Nationalpark. Am nächsten Tag gings Richtung Kalifornien ins Death Valley.
Ein undankbare Aufgabe für einen Nationalpark sich gegen den Grand Canyon durchzusetzen. Noch unter dem Eindruck des großen Canyons stehend, wirkte der Bryce Canyon National Park eher langweilig. Beim Durchsehen der Bilder muss ich aber im Nachinein sagen: Zu unrecht!
Von unserem Motel in Kanab ging es also zu dem National Park, der sich durch interessante Erosionsformen des rötlichen Sandsteins auszeichnet. Ganz anders als der Arches National Park, weil in Bryce die Formen viel zarter und zerbrechlicher wirken.
Die Anordung der vielen vereinzelten, wie Stalakmiten aussehenden Gesteinssäulen, nennt man im Bryce Park Amphitheater:
Mit HDR lässt sich der Kontrast noch verstärken:
Durch die interessante räumliche Anordung der Gesteine lassen sich vorzügliche 3D-Fotos erstellen, die mit rot-cyan-Brillen zu betrachten sind:
Bereits zu diesem Zeitpunkt stellte sich bei uns eine Art Erschöpfung ein, weil die vergangene Erlebnisse zu viel Input gegeben haben, um sie noch 100%-ig aufnehmen zu können. Darum haben wir uns im Bryce Canyon relativ wenig Zeit gelassen und unseren Weg nach St. George, Ausgangspunkt zum Zion National Park, fortgesetzt.
Am vierten Tag unserer Tour stand der Grand Canyon auf der Tagesordung. Nach einem ausgiebigen und gesunden Frühstück…
…gings los in Richtung einer der beeindruckensten Naturlandschaften, die ich je gesehen habe. Die Erwartungen waren zwar groß, aber der Eindruck, der uns ereilte, als wir den ersten Blick in den Canyon werfen durften, dürfte mit “Verblüffung”, “Ungläubigkeit” und “Überwältigtsein” wohl am besten beschrieben sein.
Der Grand Canyon ist im Mittel 16 km breit und an der tiefsten Stelle 1,5 km tief. Er entstand über Millionen von Jahre durch das Einwirken des Colorado Rivers auf das Gestein . Der Größeneindruck des Canyons ist leider extrem schwer auf Bilder zu bringen -- hier meine Versuche:
Und natürlich gab es auch hier eine 3D-Studie;-)(rot-cyan-Brille aufsetzen):
Diverse Tierchen durften wir auch beobachten:
Spinnen..
…unzählige Krähen…
…Kondore (leider kein Foto) und riesige Rehe (oder so ähnlich), Zuerst dachten wir, wir hätten es hier mit Elchkühe zu tun, aber nach ein wenig Internetrecherche kann man das glaub ich ausschließen.
Gerade bei Landschaftsfotografie ist es wichtig, einen tiefen Sonnenstand abzuwarten, um die Tiefenwirkung der Fotos zu verstärken. Daher gabs nochmal eine Fotosession am späten Nachmittag.
Und hier ein Panorama aus einzelnen HDR-Fotos:
Fazit: Grand Canyon ist ein absoluter Pflichtbesuch…man wird begeistert sein.
Im Dunkeln fuhren wir dann von Arizona weiter nach Kanab in Utah. Am Folgetag sollte es in den Bryce Canyon gehen….
On the road…auf den Spuren des Wilden Westens. Wer kennt nicht den Western-Film “Spiel mir das Lied vom Tod”, der im Monument Valley spielt. Selbst John Wayne durfte hier schon seine Westernstiefel schnüren.
Das Monument Valley liegt an der Grenze zwsichen Utah und Arizona und liegt in der Reservation der Navajo-Indianer. Wir sind auf unserem Weg von Moab nach Flaxstaff durch dieses Tal hindurchgefahren und konnten einzelnen Impressionen auf Fotos bannen.
Und viel Regen gibt’s hier auch net. Eine kleine Bodenstudie:
John Wayne-Land:
Auf unserer Autofahrt ging es auch durch mehrer Indianer-Städte, die teilweise eher vermüllt und von Armut geprägt waren. Manchmal war man sich nicht sicher, ob man hier wirklich in einem Industrieland zu Besuch war. Traurig – da muss was geschehen! Aber ob man das Vertrauen der Indianer zurückgewinnen kann, nachdem sie lange Zeit ausgebeutet wurden, ist fraglich.
Im Auto dann noch ein Schnappschuss von rinderhütende Cowboys – Klischeeeeeee:
Weiter gings bis zum Tagesendziel Flaxstaff – unser letzter Stützpunkt vor dem Grand Canyon.